• Kay Rieck Portrait Augen

Im Interview berichtet der Gründer und Vorstandsvorsitzende, Kay Rieck, über die Anfänge des Projektes in Südalaska, die aktuelle Wachstumsphase und die spannende Zukunft.

Herr Rieck, wie kam es dazu, dass ein deutsches mittelständisches Unternehmen wie die Deutsche Oel & Gas-Gruppe in das Öl- und Gas-Geschäft in Südalaska eingestiegen ist?

KAY RIECK:     Es ist sicher ungewöhnlich, dass ein Stuttgarter Mittelständler im Konzert großer Öl- und Gas-Konzerne mitspielt, wie Shell, ConocoPhillips oder Hilcorp, die dort unsere Nachbarn sind. Die Finanzkrise spielte uns damals in die Karten, da der Vorbesitzer in einen finanziellen Engpass geriet. Zu diesem Zeitpunkt waren wir einer der wenigen, die aufgrund einer sehr schlanken Unternehmensstruktur die notwendige Flexibilität und vor allem auch die erforderliche Liquidität hatten. Jetzt besitzen wir mit der „Kitchen Lights Unit“ das mit 337 Quadratkilometern größte zusammenhängende Fördergebiet im gesamten Cook Inlet in Südalaska.

War es nicht riskant, gerade als vergleichsweises junges Unternehmen diesen Schritt zu wagen?

KAY RIECK:     Unsere Unternehmenshistorie ist zwar verhältnismäßig jung, doch um unser Fördergebiet herum wird schon seit fast 50 Jahren gefördert. Die „Kitchen Lights Unit“ ließ sich also aus der Historie heraus sehr gut bewerten, zum Beispiel durch Probebohrungen von Shell in den 60er Jahren sowie die teilweise jahrzehntelangen Ergebnisse benachbarter Bohrungen. Wir wussten daher ganz genau, was für eine einmalige Gelegenheit sich uns bot.

Was macht Südalaska für Sie so interessant?

KAY RIECK:    Es gibt aus meiner Sicht weltweit kein besseres Erdöl- und Erdgasprojekt. Das liegt an der Sondersituation, die auf dem dortigen Markt herrscht. Ohne neue Erdgas-Förderung wird nach offiziellen Untersuchungen eine Erdgas-Unterdeckung in der Region erwartet. Deshalb steuert der Staat Alaska mit einem einmaligen Subventionsprogramm gegen diese Entwicklung.

Hinzu kommt, dass die starke regionale Nachfrage bei gleichzeitig drohender Energieknappheit für vergleichsweise hohe erzielbare Erdgas-Preise sorgt – wie zum Beispiel im Dezember 2015, als der lokale Kurs bei rund 8,80 US-Dollar und im Rest der USA bei rund 1,90 US-Dollar pro tausend Kubikfuß Erdgas lag.

Was hat es mit dem staatlichen Subventionsprogramm genau auf sich?

KAY RIECK:    Förderunternehmen wie wir erhalten Subventionen in Höhe von rund 65 % der Bohrkosten und rund 45 % der Infrastrukturausgaben in Form von Steuergutschriften. Diese Subventionen, die gesetzlich festgeschrieben sind, stellen neben unseren zukünftigen Produktionserlösen einen wesentlichen Einnahmebestandteil unseres Projektes dar.

Wie hat sich Ihr Fördergebiet in den vergangenen Jahren konkret entwickelt?

KAY RIECK:    Wir konnten die Ergebnisse aus der Vergangenheit durch eigene Bohrungen bestätigen. Die erste Bohrung begann im August 2011, gefolgt von zwei weiteren im September 2012 und April 2013 – mit über dem Plan liegenden Ergebnissen hinsichtlich der ermittelten Vorkommen und Tagesproduktionsraten.

Und damit nicht genug: Der im Juli 2013 durchgeführte Flow-Test bei unserer dritten Bohrung bestätigte die erste Einschätzung der Experten vor Ort. Die getestete Tagesproduktion der dritten Bohrung liegt nicht nur weit über unseren ursprünglichen Annahmen – sie hat auch das Potential für die erfolgreichste Erdgasbohrung im gesamten Cook Inlet.

Dank des erfolgreichen Verlaufs der dritten Bohrung konnten wir bereits im August 2013 – und damit mehrere Wochen früher als geplant – mit der vierten Bohrung beginnen. Sie ist gleichzeitig unsere erste Erdölexplorationsbohrung und wird eine der tiefsten im gesamten Cook Inlet werden.

In welcher Phase befindet sich Ihr Projekt aktuell?

KAY RIECK:    Nach Errichtung unserer eigenen Infrastruktur konnten wir im Herbst 2015 mit der Erdgasproduktion starten und die ersten Produktionserlöse erzielen.

Das Öl- und Gas-Geschäft ist relativ schnellebig. Können Sie uns trotzdem einen Ausblick geben und verraten, wohin die Reise langfristig gehen soll?

KAY RIECK:    Wir entwickeln uns gerade zu einem internationalen Unternehmen im Öl- und Gas-Geschäft. In den USA sind wir bestens vernetzt und haben dort Zugang zu einer Vielzahl bekannter und erfolgreicher Fördergebiete.

Unsere bisherigen Ergebnisse in der „Kitchen Lights Unit“ sprechen für sich. Deshalb werden wir an unserer konservativen Strategie festhalten und weiterhin konsequent unser Fördergebiet weiterentwickeln. Auf dieser Basis wird sich unsere dynamische und erfolgreiche Entwicklung auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Daran besteht für mich kein Zweifel.

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